Der Konzertsaal

Auf Trümmern errichtet steht das Gebäude für ein modernes, selbst- und kulturbewusstes Kiel. Mit dem Konzertsaal am Kieler Schloss schufen die Architekten Herbert Sprotte und Peter Neve keine Halle im bewährten Schuhkarton-Format, sondern lösten das Parkett zugunsten einer Terrassenstaffelung auf und ließen das Publikum die Bühne umschließen. So etwas gab es in Deutschland noch nicht. Berühmt für diese Art der Weinberg-Architektur wurde die Berliner Philharmonie, die der Lehrer Sprottes, Hans Scharoun, zur gleichen Zeit entworfen hatte.

Genutzt wird der Konzertsaal, der über eine vorzügliche Akustik verfügt, für klassische Konzerte des Philharmonischen Orchesters Kiel, des NDR Elbphilharmonieorchesters und des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Darüber hinaus sind Größen der Unterhaltungsmusik, das Ohnsorg-Theater sowie Kabarettisten regelmäßig zu Gast. Außerdem erfüllt der Konzertsaal am Kieler Schloss die Funktion einer Stadthalle, in der Kongresse, Bälle, Empfänge etc. veranstaltet werden können.

Ungeachtet der baulichen Situation erfreut sich der Konzertsaal aufgrund seiner intimen Atmosphäre beim Publikum großer Beliebtheit. Alleine in der Saison 2018 konnte beispielsweise das Schleswig-Holstein Musik Festival in 12 Konzerten knapp 15.000 Besucher im Konzertsaal am Kieler Schloss begrüßen.